
Das Unwetter vom 12. Juni 1997 verursachte auf dem Kegelgebiet des Bitzighoferbaches in Sarnen grosse Schäden. Ein bedeutender Teil des Siedlungs- und Gewerbegebiets wurde überflutet und mit Schlamm bedeckt. Kurz nach dem Ereignis wurden Sofortmassnahmen ergriffen und Schritte eingeleitet, um die Situation im Unterlauf zu entschärfen. Es zeigte sich jedoch bald, dass die Massnahmen nicht genügten. Hierauf beschloss die Wuhrgenossenschaft Ramersbergerbäche die Ausarbeitung eines reduzierten Integralprojekts. Die Gefahrenkarte wurde erarbeitet und der Ereigniskataster aktualisiert. Ausserdem wurden verschiedene Varianten erarbeitet, um die Siedlung vor weiteren Ereignissen besser zu schützen.
Im Rahmen der Sofortmassnahmen wurde der bestehende Sammler im Bitzighoferbach im Gebiet Sack ausgebaut und dadurch die Kapazität erhöht. Vom Sammler bis zur Bücke Sack wurden einzelne Sperren aus Holz und Beton eingebaut. Diese helfen mit, Erosionen einzudämmen. Der Zimmertalgraben wurde freigelegt, damit er offen in den Bitzighoferbach fliessen kann.
Innerhalb des Integralprojekts waren folgende Massnahmen vorgesehen:
Bis heute sind nur die Massnahmen am Bitzighoferbach realisiert worden. Das gesamte Projekt sieht Kosten in der Höhe von 5,6 Millionen Franken vor. Die Finanzierung erfolgt durch Bund, Kanton und Gemeinde Sarnen.
Das Bau- und Auflageprojekt wurde im Rahmen des Integralprojekts Bitzighoferbach realisiert. Beim Sammler Sack konnte der Holzrückhalt mittels einer Tauchwand bewerkstelligt werden. Zudem wurde ab der Brücke Sack bis zur Mündung in die Sarneraa das Gerinne vergrössert. Der Ausbau erfolgte mittels eines Raubetts mit Schwellen und beidseitigen Blocksätzen. Um den erforderlichen Gerinnequerschnitt zu erreichen, musste die Brücke im Bereich Zimmertalstrasse und Kantonsstrasse neu gebaut werden. Unterhalb der Kantonsstrasse wurde das Gerinne freigelegt und mit einem grossen Querschnitt neu gebaut. Dank dieser Massnahme konnte eine ökologische Aufwertung erreicht werden.
Im Bereich Unter Rüti im Bitzighoferbach wurde im November 2002 eine Felsabsenkung festgestellt. Durch die starken Regen-Ereignisse in den Jahren 2005 und 2007 hat sich die Rutschung weiter negativ entwickelt. Nachrutschungen der Felsmasse ins Gerinne drängten den Bachlauf an den Gegenhang. Dies hatte wiederum starke Erosionen zur Folge. Durch die Rutschung wie auch die Erosion wurde sehr viel Geschiebe (man geht von 10 000 bis 15 000 m3 aus) mobilisiert. Bei einem grösseren Ereignis besteht die Gefahr, dass dieses Material in den Sammler transportiert wird. Dieser kann allerdings die Menge nicht aufnehmen. Die Folge: Das Geschiebe würde bis in das Siedlungsgebiet Bitzighofen transportiert. Um die Gefahr zu minimieren, wurden folgende Massnahmen umgesetzt:
Die Massnahmen wurden im Herbst 2008 ausgeführt und kosteten gut 100 000 Franken, welche durch Bund, Kanton und Gemeinde Sarnen finanziert wurden.
Flüelistrasse 3, 6061 Sarnen
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