
Die Rämsenrunse ist ein Steilgerinne am östlichen Ausläufer des Wilerhorns (Höch Gumme, Punkt 1928). Am 25. August 1997 entlud sich über dem Einzugsgebiet der Rämsenrunse ein schweres Gewitter. Der Mittellauf führt durch einen steilen, mächtigen Hangschuttkegel. In der Folge lösten sich in diesem Gebiet verschiedene Murgänge und mobilisierten insgesamt rund 25 000 Kubikmeter Geschiebe, welches bis in die Lungerer Laui transportiert wurde. Es war ein glücklicher Zufall, dass die Lungerer Laui nicht gleichzeitig ebenfalls Hochwasser führte. So gelangte das Geschiebematerial über mehrere Tage verteilt in den Unterlauf. Dank dem Einsatz von Baumaschinen konnte das Geschiebe laufend dem Gerinne entnommen werden.
Die Rämsenrunse ist das bedeutendste Seitengerinne der Lungerer Laui. Grosse Geschiebemengen aus der Rämsenrunse können zum Ausbruch der Laui in das Gebiet Obsee führen. Um diese Gefahr zu vermindern, wurde eine Gerinneverlegung im Bereich der Waldgrenze angestrebt. Im alten Gerinne wurden ein Damm und gleichzeitig ein neues Blockgerinne erstellt. Das Blockgerinne wurde mit Blöcken im Hinterbeton ausgekleidet und möglichst rau gebaut, damit die Murgänge gebremst werden. Am unteren Ende des Blockgerinnes wurden Raubäume eingebaut, um die Erosion beim Austritt aus dem Blockgerinne zu mindern. Mit diesen Massnahmen werden nun die Murgänge ins Gebiet Sewli umgeleitet, wo sie dann abgelagert werden. Zum Schutz der Versickerungsstelle «Sewliquelle» wurde ein Damm erstellt.
Das Projekt wurde im Spätherbst 2001 und Frühjahr 2002 ausgeführt und kostete gut 450 000 Franken. Die Finanzierung erfolgte durch Bund, Kanton, Gemeinde und die Laui-Verwaltung Lungern-Obsee.
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