Die Murgänge (Schlamm-Geschiebe-Lawinen) aus dem Mehlbach gefährden das Quartier Kilchbüel am oberen Ende der Klostermatte, sowie auch Teile des Klosters.
Direkt oberhalb des gefährdeten Siedlungsgebietes ist ein Geschiebesammler vorgesehen. Dieser ist so dimensioniert, dass 4'000 Kubikmeter Material zurückgehalten werden kann. Für den Bau und Unterhalt des Geschiebesammlers ist die Realisierung einer neuen Erschliessungstrasse notwendig; sie soll von der Talstation der Bordbahn über den Nassboden und die Liegenschaften Wintermais und Ober Gmeinegg zum Sammler führen. Für die Schutzwaldpflege ist eine Stichstrasse über den Sammler hinaus vorgesehen. Unterhalb des Geschiebesammlers muss der Lauf des Mehlbaches vergrössert und über die gesamte Strecke bis unterhalb des Grottenweges gesichert werden. Die Überlastregelung erfolgt mittels eines Murgangabweisers auf die Klostermatte. Eine Geländeanpassung verhindert einen Abfluss in Richtung des Klosters.
Die Kostenschätzung liegt bei zirka 6 Millionen Franken. Für die Erschliessungsstrasse ist ein Kostenteiler zwischen Hochwasserschutz und Schutzwaldpflege vorgesehen.
Das Bau- und Auflageprojekt wurde im Frühjahr 2011 fertig gestellt. Im Gegensatz zur Engelbergeraa erfolgt im Mehlbach kein Landerwerb; Baurecht und Unterhalt werden in Form von Dienstbarkeiten geregelt. Die öffentliche Projektauflage fand im September 2011 und Oktober 2011 statt. Nun stehen die Einspracheverhandlungen an. Die Gemeinde hofft auf den Abschluss der Verhandlungen der Einsprachen bis Sommer 2012 und die Bewilligung des Projektes durch Kanton und Bund bis Ende 2012.
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