Das Projekt wurde in den Jahren 2006 und 2007 erarbeitet und bewilligt. Ab Herbst 2007 erfolgten die Bauarbeiten. Sie konnten im Herbst 2008 fertig gestellt und abgenommen werden.
Das Projekt beinhaltete insgesamt drei Projektteile
Am Hang oberhalb des alten Dorfkerns von Engelberg verlaufen diverse Gräben / Runsen durch den Hang. Damit grössere Geschiebemengen zurückgehalten werden können und nicht mehr die Siedlungen gefährden, wurden insgesamt drei Geschiebesammler gebaut. Im Vogelsanggraben, der grössere Murgänge aus dem Gebiet Flüematt in die Siedlungen hervorbrachte, wurde zudem das Runsengerinne mit Blöcken ausgebaut und mit einem gesicherten Damm versehen. Unterhalb der Sammler erfolgt der Abfluss des Restwassers grösstenteils über bestehende Meteorwasserleitungen. Im Überlastfall wird das Wasser mittels organisatorischen Massnahmen der Feuerwehr über die Strassen bis in den nächsten offenen Bach geführt, ohne dass an den Gebäuden Schäden entstehen. Ein entsprechendes Interventionskonzept wurde erarbeitet und liegt vor.

Im Einzugsgebiet des Mehlbachs ereigneten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts grössere Rutschungen, weshalb dieses Gebiet, insbesondere die Geländekammer oberhalb des Wanderwegs Flüematt – Bord, grossflächig entwässert und aufgeforstet wurde. Zudem erstellte man im Mehlbach-Hauptgerinne 10 Wildbachsperren aus grossen, gehauenen Quadersteinen und Holz. Die alten Verbauungen und die Entwässerungsgräben wurden im Rahmen des Projektes wieder in Stand gestellt. Unterhalb der alten Verbauungen wurden vereinzelte Holzkastensperren und Hangsicherungen erstellt; oberhalb davon wurde die bisher nicht verbaute Bachstrecke bis zum Wanderweg Flüematt – Bord durchgehend mit 17 neuen Holzkastensperren verbaut. Daneben wurde auch der aktive Rutschhang mit Holzkastenwerken gesichert und mit weiteren Entwässerungswerken versehen. Diese Verbaufläche wird im Frühling 2009 noch mit Gehölzen bepflanzt.

Damit bei Unwetterereignissen weniger Schwemmholz in die Gerinne und bis ins Siedlungsgebiet gelangt, sollen instabile, unterspülungs- und absturzgefährdete Bäume entlang der Runsen und Bachgerinne entfernt werden. Die nachfolgende Jungbestockung aus Naturverjüngung wird die Schutzfunktion wiederum wahrnehmen ohne seinerseits eine Gefährdung darzustellen. Da die Erschliessung für Holzereiarbeiten oberhalb des Dorfes Engelberg sehr schwierig ist und im Rahmen des Projektes HWS Mehlbach eine Neuerschliessung von der Flüematt zum neuen Geschiebesammler Gmeinegg vorgesehen ist, wurde die Realisierung Runsenholzerei bis zum Vorliegen der neuen Erschliessung zurückgestellt.
Der von Bund, Kanton und Gemeinde bewilligte Projektkredit von Fr. 1'230'000 wurde mit den beiden Verbaulosen Müliwald und Mittelgrüss zu Fr. 1'190’000 belastet. Die verbleibenden Fr. 140’000 stehen für die Runsenholzerei zur Verfügung.
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