
Interessant, lehrreich. Diese Bilanz zogen die Behördenvertreterin und die Behördenvertreter von Engelberg nach ihrem Besuch an der Versuchsanstalt für Wasser (VAW) an der ETH in Zürich. Sie erlebten die Simulation eines Hochwasserereignisses mit und konnten dabei feststellen, dass der geplante Geschiebesammler im Gebiet Bannwald ein solches Ereignis problemlos meistern kann.
Vor gut einem Jahr hat der Einwohnergemeinderat Engelberg zusammen mit dem Amt für Wald und Landschaft des Kantons Obwalden den Auftrag an die Versuchsanstalt für Wasser (VAW) an der ETH in Zürich erteilt, den geplanten Geschiebesammler Bannwald im Massstab 1:30 zu bauen. Im vergangenen Herbst konnten die ersten Versuche gefahren werden. Seither wurden nach den jeweils erfolgten Testläufen verschiedene Anpassungen und Optimierungen am Modell vorgenommen. Fazit: Die Machbarkeit des geplanten Geschiebesammlers ist nach all den gefahrenen Hochwasserszenarien nachgewiesen.
Mit von der Partie beim Besuch in der Versuchsanstalt für Wasser waren Mitglieder des Engelberger Bürgerrats. Auf ihrem Grund und Boden würde der Geschiebesammler gebaut. „Deshalb war es für uns wichtig“, so Engelbergs Statthalter Martin Odermatt, „dass der Bürgerrat ebenfalls einem Versuch beiwohnen konnte.“ Gefahren wurde ein HQ300. Das heisst: ein Ereignis, wie es Engelberg im August 2005 hautnah erlebt hat. Bei allen gefahrenen Hochwasserszenarien konnten die Experten der Versuchsanstalt für Wasser feststellen, dass das von der verkleinerten Engelbergeraa mitgeführte Geschiebe zu 100 Prozent im Geschiebesammler zurückgehalten wurde. Der Rückhalt beim Schwemmholz lag jeweils bei 90 Prozent.
Die sich im Zuge der Versuche ergebenen Projektverbesserungen können nun bei den weiteren Planungsarbeiten mitberücksichtigt werden. Ziel des Engelberger Einwohnergemeinderates ist es, diesen für den Hochwasserschutz des Dorfes sehr wichtigen Projektteil möglichst rasch umzusetzen.
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