
Der Abschnitt Wichelsee bis zur Mündung Grosse Schliere befand sich im Jahr 2002 in einem Zustand, der keine Massnahmen erforderte. Dies führte dazu, dass dieser Abschnitt nicht als Teil des Hochwasserschutzprojektes «Sarneraa-Geschiebesammler Schlierenrüti bis Alpnachersee» ausgeschieden wurde. Dies änderte sich mit dem Hochwasser von 2005. Die Abflussmengen der Sarneraa erreichten Werte, die beinahe dreimal so hoch ausfielen, wie sie bislang erwartet wurden. Das Wehr am Wichelsee wurde überflossen, und im Kolkbereich entstanden grosse Schäden. Vom Wehr bis zur so genannten «Etschischwelle» wurden die Längsleitwerke beschädigt, teilweise weggerissen und die Etschischwelle wurde unterspült. Das Hochwasser führte dazu, dass zwischen der Etschischwelle und der Mündung der Grossen Schliere das Gerinne der Sarneraa so stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, dass es sich heute in einem unverbauten Zustand präsentiert.
Im Zuge der Sofortmassnahmen musste die rechte Seite mit der Zufahrt zum Stauwehr wiederhergestellt und mit einem massiven Blocksatz verbaut werden. Die Etschischwelle wurde mit einem so genannten «Blockteppich» und einer Spundwand gesichert. Die Sofortmassnahmen an der Etschischwelle wurden durch die Betreiberin des Wichelseekraftwerkes (CKW) finanziert. Die Finanzierung des Blocksatzes erfolgte als Sofortmassnahme durch den Wasserbau.
Zurzeit besteht für den Abschnitt Wichelsee bis zur Mündung Grosse Schliere ein Vorprojekt. Da die Finanzierung nicht geklärt ist, wird es derzeit aber nicht weiterverfolgt. Sobald dieser Punkt geklärt ist, kann das Projekt weiterbearbeitet werden. Aus technischer Sicht müsste dann unter anderem abgeklärt werden, wie die niveaumässige Überwindung der Etschischwelle mit einer aufgelösten und vollständig fischgängigen Blockrampe realisiert werden kann.
Flüelistrasse 3, 6061 Sarnen
Telefon 041 666 64 35, Telefax 041 660 71 91
›› E-Mail senden
Flüelistrasse 3, 6061 Sarnen
Telefon 041 666 63 22, Telefax 041 660 95 77
›› E-Mail senden